Buchrezension „Die Nabel der Welt“ von Nadine Luck

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Die Nabel der Welt: Die verrücktesten Bräuche rund ums Babymachen, -kriegen und -haben (Weltweit)

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Ich wurde gefragt, ob ich dieses Buch lesen und rezensieren möchte. 🙂
Es hat leider länger als erwartet gedauert…..aber nun würde ich sehr gerne ein paar Worte drüber schreiben. Denn das Lesen hat sich gelohnt- soviel schon mal vorab. 🙂

Nadine Luck, die Autorin, war mir aus der Zeitschrift „Leben & erziehen“ bekannt. Sie hat auch einen Blog, wer mehr über sie erfahren möchte, kann hier gerne mal stöbern, es lohnt sich. 🙂
http://www.leben-und-erziehen.de/nadines-blog

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Erschienen ist ihr Buch im März 2015 im Conbook Verlag als Paperback oder auch als eBook erhältlich. Allerdings wer die Papiervariante erwirbt, erhält gleichzeitig einen eBook-Code, der beim Conbook Verlag zum kostenfreien Download für den Reader berechtigt ist. 🙂

Inhalt des Buches

In diesem Buch geht es sehr humorvoll und wirklich informativ über die Bräuche rund um das Kinderkriegen. Angefangen bei der Zeugung, die weltweiten Umstände der Schwangerschaft, die Geburt, das Wochenbett, die Gesellschaft, Alltag mit dem Baby, noch etwas über die Namensgebung und die Premieren der ersten Lebensjahres.

Am Anfang läd das Buch mit folgenden Sätzen ein und macht schon sehr neugierig, wie es in den einzelnen Kulturen rund um das Babykriegen wohl aussieht:

„Wussten Sie, dass in Mali Männer ihren Frauen unmittelbar vor dem Zeugungsakt von den Vorfahren erzählen? Dass schwangere Filipinas sich über die werdenen Väter rollen, um die Morgenübelkeit auf diese zu übertragen? Und dass Säuglinge auf Bali ganze sechs Monate lang nicht den Boden berühren dürfen und folglich ständig getragen werden?
Aber auch in heimischen Gefilden geht´s skurril zu- etwa, wenn Friesen Gummistiefel tragen, um einen Seemann zu zeugen, oder Niederbayern zu Büchsenmachern werden, weil sie ein Mädchen zur Welt bringen. Und wenn Deutschland Fußball-Weltmeister wird, wird auch im Bett gejubelt- was neun Monate später einen regelrechten Baby-Boom auslöst.“

Ein paar mehr Einblicke möchte ich euch gerne noch geben:

„Blau machen- oder Rosa: Der Kampf der kleinen Geschlechter

Uns ist egal, was es wird- Hauptsache, der Bub ist gesund! Dieser Spruch trifft ganz gut, was sich Paare in den meisten Kulturen der Welt vor der Geburt des ersten Babys wünschen. Ein Stammhalter soll her, sei es aus materiellen Gründen, weil ein Junge später den Bauernhof übernehmen, die Eltern versorgen oder gar einen Thron besteigen soll, und weil die Mitgift für das Mädchen bei der späteren Hochzeit schlicht ruinös wäre für die Familie. Oder sei es aus emotionalen Gründen, weil Männer gerne ihren Namen vererben oder gemeinsam mit einem Sohn den Fußballclub anfeuern wollen. Andererseits wünschen sich auch viele Familien ein Mädchen, damit Mama noch einmal eine Glitzerphase ausleben und die Tochter in Fifty Shades of Pink einkleiden kann. Der Volksglaube in diversen Ländern hat viele Möglichkeiten in petto, um das Geschlecht teilweise schon vor der Schwangerschaft vorherzusagen- oder es sogar gezielt zu beeinflussen. Die Trefferquote gibt den Wahrsagern häufig recht: Sie liegt bei immerhin rund 50 Prozent.
Bei den Eskimos muss das Paar kräftig rackern, sofern es einen Jungen will. Die Eisbewohner glauben, dass sie für einen Jungen mehr Sex haben müssen als für ein Mädchen, denn ein kräftiger Sohn müsse erst >aufgebaut< werden. Aus diesem Grund schlafen sie auch während der Schwangerschaft noch eifrig miteinander. Eine der Sexstellungen soll auch Eskimorolle genannt werden. (Das war jetzt gelogen). Zusätzlich zum regen Geschlechtsverkehr hilft ein PowerDrink bei der Zeugung eines Stammhalters: Wenn die werdende Mutter Wasser trinkt, auf das der Mond geschienen hat, erhöhen sich die Chancen auf einen Sohn weiter. Zeigt sich der Mond in den Nächten nach der Zeugung auffallend oft, ist das ein Zeichen, dass es wohl geklappt hat mit dem Wunschgeschlecht.“
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Baby-Geschichte(n): Mit Kröten und Knoblauch zum positiven Testergebnis

Der Urin galt auch in früheren Zeiten als Hilfsmittel Nummer eins, um eine Schwangerschaft festzustellen. Im alten Ägypten gossen Frauen ihn über Getreidekörner in der (guten) Hoffnung, dass diese schneller als gewöhnlich zu keimen begannen. Hatte es geklappt, war davon auszugehen, dass die Frauen wohl Kinder erwarteten. Zauberei? Nein, keineswegs, denn der Urin von Schwangeren enthält Hormone, die Getreide austreiben lassen. Die Ägypter wollten durch diesen Test sogar das Geschlecht voraussagen: Wenn es ein Junge wird, sollte Gerste sprießen, wenn es en Mädchen wird, der Weizen. In den Sechzigerjahren wurde diese Methode nachgeprüft, mit dem Ergebnis, dass bei 70 Prozent der Schwangeren tatsächlich die Körner keimten, allerdings Gerste und Weizen gleichermaßen.“

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Gerade für Frauen, die sich selber mit dem Thema >schwanger werden< und >Kinder kriegen< derzeit vermehrt beschäftigen…:-) ….ist das Buch der Renner. Vielleicht kann sich sogar eine(r) den ein oder anderen Tipp abschauen, mit dem Frau schwanger wird, Mann das Wunschgeschlecht erzeugt oder oder oder….:-)

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, ich habe gestaunt, wie es in manchen Kulturen so „zugeht“ und wie viel Herzblut und Eigenrecherche Nadine Luck in das Buch gesteckt hat. Es ist wirklich gelungen und absolut lesens-/ empfehlenswert. 🙂

Vielleicht habe ich den ein oder anderen neugierig gemacht, ich wünsche euch auch soviel Spaß beim Lesen, wie ich ihn hatte. 🙂

Bis Bald, image

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